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Border Collie Krankheiten – Was sind typische Krankheiten beim Border Collie?

Wann sollte man mit dem Border Collie zum Arzt gehen?

  1. Zu den Routine-Untersuchungen und Routine-Terminen:
    a. Impftermine hast Du mit Deinem Hund etwa einmal jährlich. Mit einem Welpen musst Du in den ersten Lebenswochen mehrmals für Impfungen zum Tierarzt.
    b. Wurmkuren! Je nach Ansteckungsrisiko hat Dein Border Collie 2-4 Entwurmungstermine pro Jahr (eventuell mehr). Minimum ist eine Wurmkur jährlich, und zwar kurz vor der Impfung.
  2. Wenn Dein Border Collie sein Fress- oder Trinkverhalten ändert:
    a. Wenn das Fressen oder – schlimmer – Fressen und Trinken verweigert wird. Das ist oft das erste Alarmzeichen bei einer Erkrankung
    b. Wenn extrem viel getrunken wird. Das könnte auf eine Entzündung hinweisen.
    c. Wenn extrem viel gefressen wird, der Border Collie trotzdem abmagert. Da könnten Darmparasiten dahinterstecken.
  3. Wenn sich Dein Border Collie auffällig benimmt. Geh zum Tierarzt …:
    a. Bei unerklärlicher Müdigkeit und Mattigkeit, erst recht bei Apathie.
    b. Bei unerklärlicher Nervosität.
    c. Bei scheinbar grundlosen Aggressionen (oft ein Zeichen für Schmerzen!).
    d. Bei vermehrtem Kratzen oder Knibbeln im Fell. Das kann ein Zeichen für Schmerzen an der entsprechenden Körperstelle sein, für Parasiten (Milben, Flöhe, …), für Allergien oder Hautreizungen.
    e. Beim „Schlittenfahren“. Der Hund rutscht mit dem Hinterteil über den Boden, weil sein After juckt. Das passiert zum Beispiel bei einem Befall mit Bandwürmern und bei entzündeten Analdrüsen.
  4. Wenn Dein Border Collie „ungesund aussieht“:
    a.

    Wann muss ich mit dem Border Collie zum Tierarzt?
    Die Zähne haben viel Zahnstein, die Zähne sind abgebrochen oder stark verfärbt, das Zahnfleisch ist entzündet, blutig oder geschwollen. Vorsicht auch bei übermäßigem Mundgeruch, eine Erkrankung der Mundhöhle oder des Magen-Darm-Traktes kann die Ursache sein

    Das Fell ist stumpf und struppig, hat womöglich kahle Stellen.
    b. Die Augen sind trübe, vielleicht haben sie Ausfluss.
    c. Die Ohren scheinen gerötet, die Haut ist verletzt, es haben sich Beläge gebildet, die Ohren riechen schlecht.
    d. Die Nase ist trocken, heiß und/oder hat Ausfluss.
    e. Die Zähne haben viel Zahnstein, die Zähne sind abgebrochen oder stark verfärbt, das Zahnfleisch ist entzündet, blutig oder geschwollen. Vorsicht auch bei übermäßigem Mundgeruch, eine Erkrankung der Mundhöhle oder des Magen-Darm-Traktes kann die Ursache sein.
    f. Der Kot Deines Border Collie ist mit Blut vermengt, es befinden sich Fremdkörper, Bandwurmglieder oder Spulwürmer im Kot.

  5. Wenn Dein Border Collie Probleme hat, sich normal zu bewegen:
    a. Lahmen auf einem oder mehreren Beinen sind ein Grund für einen baldigen Tierarztbesuch.
    b. Kopfschiefhaltung ist ein Alarmsignal!
    c. Dasselbe gilt für Gleichgewichtsstörungen. Ab zum Tierarzt!

Wohlgemerkt: Du bringst Deinen Hund zum Tierarzt, sobald EINER der oben genannten Punkte auf den Border Collie zutrifft. Warte nicht ab, bis es mehrere werden …

Welche Krankheiten können die Lebenserwartung des Border Collie verringern?

Mit dem Border Collie zum Tierarzt
Wann muss ich mit dem Border Collie zum Tierarzt?

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Border Collie liegt bei circa 12-15 Jahren. Wie Hunde anderer Rassen können Border Collies an Herzerkrankungen leiden, die die Lebenserwartung verringern.

Epilepsie soll in den letzten Jahren häufiger bei Border Collies beobachtet worden sein. Wie alle Hunde können Border Collies auch Allergien ausbilden, die das Leben zumindest beeinträchtigen können.

Hüftgelenksdysplasien treten ebenfalls bei Border Collies auf. Eine Reihe von Infektionskrankheiten verläuft zudem oft tödlich bei Hunden – aber hoffentlich ist Dein Hund geimpft gegen Tollwut, Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose?

Mein Border Collie hat Durchfall – was tun?

Durchfall bei Hunden ist in den meisten Fällen nichts Schlimmes. Die möglichen harmlosen Ursachen sind zum Beispiel:

  • Border Collie hat Durchfall
    Mein Border Collie hat Durchfall. Was können die Ursachen dafür sein?

    Futterunverträglichkeit. Der Border Collie hat irgendetwas gefressen, das ihm nicht bekommen ist. Hast Du das Futter umgestellt oder ein neues Leckerlie an ihm ausprobiert? Hast Du womöglich Essensreste verfüttert? Fetthaltige Nahrung führt bei Hunden oft zu weichem Kot oder Durchfall.

  • Zu hastiges Fressen / zu viel Fressen. Falls Deinem Hund das häufiger passiert, hinterfrage vielleicht einmal die Fütterungsroutine. Hat der Border Collie bei Dir ausreichend Zeit, um in Ruhe zu fressen?
  • Psychischer Stress. Sensible Hunde können auf alles Mögliche reagieren, was von dem gewohnten Tagesablauf abweicht. Reisen, unbekannter Besuch, aufregende andere Hunde, …

Folgendes Vorgehen hat sich bei Durchfall bewährt:

  1. Füttere einen Tag lang nichts oder nur sehr wenig.
  2. Achte darauf, dass der Wassernapf schnell nachgefüllt wird. Der Border Collie muss den Flüssigkeitsverlust ausgleichen können. Falls Dein Hund wenig oder gar nicht trinkt, droht eine gefährliche Austrocknung – suche in diesem Fall den Tierarzt auf. Bei Welpen und kleinen Hunden ist die Austrocknung besonders problematisch.
  3. Wenn Du wieder anfängst zu füttern, biete zunächst kleine Portionen an. Versuche es mit einem Hundefutter, von dem Du weißt, dass Dein Hund es gut verträgt. Alternativ bereitest Du Schonkost zu: gekochter Reis, gekochtes Hühnerfleisch (ohne Knochen!), gekochte Karotten und etwas Magerquark oder Hüttenkäse. Denke unbedingt daran, die Knochen aus dem Fleisch zu entfernen.

Dein Hund braucht tierärztliche Hilfe, falls:

  • … der Kot des Border Collies mit Blut vermischt ist. Möglicherweise siehst Du rötliche Schlieren, aber manchmal erkennt man nur eine ungewöhnliche, dunkle Färbung des Stuhls. Es könnte eine innere Verletzung oder andere Erkrankung vorliegen. Einige Infektionskrankheiten haben (blutigen) Durchfall als Begleitsymptom.
  • … andere Krankheitssymptome auftreten. Beobachte Deinen Hund genau. Bei den ersten Anzeichen von Fieber oder anderen Krankheitszeichen (beispielsweise Erbrechen) suche einen Tierarzt auf.
  • … sich der Durchfall nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen gibt.
Border Collie Krankheiten
Du wirst schnell merken wenn es Deinem Border Collie wegen Krankheiten nicht gut geht. Gehe dann unverzüglich zum Tierarzt um die Ursache herauszufinden!

Mein Border Collie erbricht – was tun?

Wenn Hunden übel ist, fressen sie oft Gras, um ein Erbrechen herbeizuführen. Das Erbrochene besteht dann vor allem aus gelber Gallenflüssigkeit. Welpen hingegen erbrechen gelegentlich ihr Futter, um es dann noch einmal zu fressen.

Das ist kein Grund zur Aufregung, gestatte dem Welpen das. Erbrechen ist – wie der oben beschriebene Durchfall – in vielen Fällen ganz harmlos. Vielleicht hat der Border Collie sein Futter nicht vertragen? Vielleicht hat er zu viel oder zu schnell gefressen? Vielleicht hat Dein Hund zur Zeit psychischen Stress oder reagiert sensibel auf Veränderungen in seinem Tagesablauf? In all diesen relativ harmlosen Fällen sollte das Erbrechen innerhalb von zwei Tagen wieder verschwinden.

Zögere aber nicht mit dem Tierarztbesuch falls:

  • Tierarzt
    Zögere nicht zu lange um den Tierarzt aufzusuchen!

    Du Blut im Erbrochenen bemerkst: Es liegt eine innere Verletzung oder schwerere Erkrankung vor, die behandelt werden muss.

  • Du bemerkst, dass der Border Collie Atemgeräusche oder Atemschwierigkeiten hat, womöglich krampfhaft hustet: Vielleicht steckt ein Fremdkörper in Speiseröhre und/oder Luftröhre fest. Dieser kann das Erbrechen auslösen und zu Verletzungen oder gar zum Ersticken führen, wenn er nicht entfernt wird. Es liegt ein Notfall vor!
  • Du bemerkst, dass zusätzliche Krankheitssymptome auftreten (Fieber, Durchfall, große Mattigkeit, …). Erbrechen kann Begleitsymptom bei vielen ernsten Infektionserkrankungen sein, die vom Tierarzt behandelt werden müssen. Außerdem ist eine Vergiftung eine mögliche Ursache von Erbrechen.

Erbrechen führt wie Durchfall zu einer Austrocknung des Körpers, die lebensbedrohlich werden kann. Welpen und Hunde mit geringer Körpergröße trocknen schneller aus. Suche also unbedingt tierärztliche Hilfe, falls das Erbrechen länger anhält.

Mein Border Collie hat eine Ohrenentzündung – was mache ich jetzt?

Eine Ohrenentzündung bemerkt man beim Hund erst, wenn der Hund längst Schmerzen hat. Dann hält der Hund den Kopf schief, schüttelt den Kopf und/oder kratzt sich häufig an den Ohren. Solche Entzündungen können extrem schmerzhaft sein und schlimmstenfalls „wandern“. Dann ist nicht nur das äußere Ohr, sondern auch Mittelohr oder gar das Innenohr betroffen.

Gehe mit dem Border Collie so schnell wie möglich zum Tierarzt, wenn Du die Symptome einer Ohrentzündung bemerkst. Bei eitrigem/fauligem Geruch aus den Ohren ist höchste Eile geboten.

Border Collie Ohrenentzündung
Eine Ohrenentzündung ist nicht nur für den Border Collie sehr schmerzhaft!

Der Tierarzt wird das Ohr reinigen, desinfizieren und je nach Entzündungsursache behandeln. Häufige Ursachen sind zum Beispiel:

  • Eine zunächst harmlose Verletzung, die sich entzündet hat.
  • Milben. Die sogenannten Ohrmilben treten vor allem bei Hundewelpen auf. Im Grunde können aber alle Hundemilben im Ohrbereich auftreten. Der Tierarzt muss dann mit milbenabtötenden Salben oder Tropfen behandeln.
  • Fremdkörper wie Grannen, Grassamen und andere Kleinteile. Die Fremdkörper müssen vollständig entfernt werden, damit die Entzündung abheilen kann.
  • Allergien. Sie sind ziemlich schwer zu diagnostizieren. Abhilfe schafft oft eine Futterumstellung.
  • Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen. Solche Infektionen können eigenständig oder als Folge einer Milben-Infektion auftreten. Wann immer die Schutzfunktion der Haut gestört ist (durch Verletzungen), haben diese Krankheitserreger es besonders einfach. Der Tierarzt behandelt mit Antibiotika bzw. Antimykotika in Salben- oder Tropfenform.
    Zusätzlich zur Wundreinigung und -desinfektion wendet der Tierarzt vielleicht eine Wundsalbe an, um die Heilung zu unterstützen.

Wie beuge ich Ohrenentzündungen vor?

Du kannst wie beschrieben nicht viel gegen eine bestehende Ohrenentzündung tun – das muss der Tierarzt erledigen. Du kannst aber folgende Tipps nutzen, um die Ohren Deines Border Collies gesund zu halten:

  • Denke daran, die Ohren des Hundes regelmäßig zu kontrollieren.
  • In feuchtwarmer, schmutziger Umgebung gedeihen Krankheitserreger. Halte die Hundeohren deshalb sauber und trocken:
  • Fremdkörper werden sofort entfernt.
  • Die Ohrmuscheln kannst Du mit Tüchern auswischen. Die Tücher sollten weich und fusselfrei sein, wie Geschirrtücher oder Küchentücher. Nie dasselbe Tuch für beide Ohren, da Du dabei Krankheitserreger übertragen könntest.
  • Vielleicht musst Du das Tuch anfeuchten, um den Schmutz vollständig entfernen zu können. Dann wische mit einem trockenen Tuch nach.
  • Folgendes mache bitte NICHT: Tücher, Wattestäbchen oder andere Gegenstände tief in den Gehörgang einführen. Die Verletzungsgefahr ist sehr hoch.

Welches sind typische Border Collie Erbkrankheiten?

  • Hüftgelenkdysplasie (HD – unterschieden in Schweregrade A – E)
  • CEA (Collie Augen Anomalie)
  • PRA (Progressive Retinaatrophie)
  • Glaukom
  • Juveniler KataraktPLL (Primäre Linsenluxation)
  • Grey-Collie SyndromEpilepsie
  • TaubheitDoppel-Merle
  • Diabetes
  • Osteochondritis
  • Imerslund-Gräsbeck-Syndrom
  • Zeroid Lipofuszinose
  • Hypothyreose
  • MDR1 (Multi Drug Resistance)
  • TNS (Trapped Neutrophil Syndrome)

Wichtig: Dies sind Erkrankungen, die der Border Collie bekommen kann, aber noch lange nicht muss.

Border Collie Erbkrankheiten: Collie Eye Anomaly (CEA)

Die Collie Eye Anomaly tritt bei Collies und verwandten Rassen auf. Es handelt sich um eine erbliche Fehlbildung der Aderhaut und Netzhaut des Auges.

Beim Border Collie führt diese Erkrankung meist nur zu einer verminderten Sehkraft, eine vollständige Erblindung ist allerdings möglich.

Border Collie Erbkrankheiten
Die Collie Eye Anomaly tritt bei Collies und verwandten Rassen auf. Es handelt sich um eine erbliche Fehlbildung der Aderhaut und Netzhaut des Auges.
Beim Border Collie führt diese Erkrankung meist nur zu einer verminderten Sehkraft, eine vollständige Erblindung ist allerdings möglich.

Border Collie Erbkrankheiten: MDR1-Defekt

Ein defektes MDR1-Gen beeinflusst die Blut-Hirn-Schranke und führt zu einer Überempfindlichkeit gegenüber manchen Medikamenten.

Der Defekt tritt vor allem bei Langhaarcollie, Kurzhaarcollie und den verwandten Rassen auf. Border Collies sind auch häufig betroffen.

Antiparasitika (bestimmte Wurmkuren und Anti-Flohmittel), Antibiotika, Durchfallmittel und Zytostatika können bei betroffenen Hunden starke Nebenwirkungen hervorrufen – im schlimmsten Fall mit Todesfolge.

Die Abkürzung MDR steht für Multy Drug Resistance.

Die Tiermediziner lernten diesen Defekt bei Collies auf die harte Tour kennen. Das Antiparasitikum Ivermectin, dass bei vielen Hunden erfolgreich zur Bekämpfung von Parasiten eingesetz wurde, löste bei vielen Collies hingegen schwerste Komplikationen aus. Teils sogar mit Todesfolge.

Später wurde das Gen für diese Überempfindlichkeit schließlich gefunden und mittlerweile gibt es Labortest, um betroffene Hunde auf dieses Krankheitsbild hin zu testen.

Die Ergebnisse können wie folgt lauten:

MDR -/-

Der Hund hat den Gendefekt von beiden Elterntieren. Mit starker Überempfindlichkeit muss unbedingt gerechnet werden. Narkosen sollten sorgfältig geplant werden und der Einsatz von einigen Medikamenten ist absolut tabu. Der Border Collie vererbt das Fehlerhafte Gen an seine Nachkommen.

MDR +/-

Ein Elternteil hat den Defekt vererbt. Der Hund kann empfindlich auf einige Medikamente reagieren. Eine Weitervererbung ist möglich.

MDR +/+

Keine besondere Vorsicht bei Medikamentengabe notwendig. Der Hund ist nicht von MDR1 betroffen.

Glücklicherweise ist der Border Collie nicht so häufig betroffen wie viele andere Collie-Rassen. Etwa 1-2 % der Rassevertreter können demnach unter dem MDR1 Defekt und den damit verbundenen Risiken leiden. Auch wenn die Zahl nicht so hoch erscheint, ist es wichtig, von diesem Krankheitsbild zu wissen und den Hund testen zu lassen.

Besonders auch dann, wenn Du Deinen Vierbeiner mit in den Reitstall nimmst oder Ihr in Gegenden unterwegs seid, wo Reiter gerne Ausritte unternehmen. Denn viele Hunde fressen gerne Pferdeäpfel, allerdings können so auch gefährliche Medikamente in den Border Collie gelangen. Mit teils fatalen Folgen!

Hast Du einen Border Collie Welpen, solltest Du ihn frühzeitig auf MDR1 untersuchen lassen. Junge Hunde brauchen zwar oftmals lange keine Medikamente, aber irgendwann ist es dann doch soweit. Du brauchst ein Spot-on oder Dein Hund muss wegen einer Kastration in Narkose oder oder oder. Wer dann nicht weiß, ob sein Vierbeiner zur gefährdeten Gruppe gehört, spielt mit dem Leben seines Hundes. Also auch ein 1-prozentiges Risiko sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Medikamente, bei denen Vorsicht geboten ist, umfassen unter anderem: 

  • Narkosemittel
  • Durchfallmittel
  • Antiparasitikum
  • Medikamente der Krebstherapie
  • Diverse Antibiotika
  • Pilzmittel
  • Schmerzmittel

Border Collie Erbkrankheiten: Merle x Merle

Border Collie Erbkrankheiten Merle
Solange ein Hund nur ein Merle-Allel in sich trägt, hat dies meist keine negativen Auswirkungen auf seine Gesundheit. Verpaart man aber zwei Merles, so können unter den Welpen „Doppel-Merle“ auftreten.

Der Merle-Faktor ist verantwortlich für eine bestimmte Fellzeichnung, die in der Colliezucht stark verbreitet ist.

Das Fell von Merle-Hunden mit roter, brauner, blauer oder schwarzer Färbung ist stellenweise aufgehellt.

Dadurch entstehen kleine Flecken der „Grundfarbe“ auf einem helleren Grund. Manche Hunde tragen den Merle-Faktor, ohne dass man es ihnen ansehen kann. Das kann bei einfarbig braunen Tieren der Fall sein.

Solange ein Hund nur ein Merle-Allel in sich trägt, hat dies meist keine negativen Auswirkungen auf seine Gesundheit. Verpaart man aber zwei Merle, so können unter den Welpen „Doppel-Merle“ auftreten.

Diese sind häufig taub, haben oft Fehlbildungen an den Augen, entwickeln sich nicht so schnell wie ihre Wurfgeschwister und sterben früher. Die Verpaarung von Merle x Merle gilt als Qualzucht.

Tipps/Checkliste für ein gesundes Border Collie-Hundeleben!

  • Immer für frisches Trinkwasser sorgen.
  • Artgerecht füttern.
  • Übergewicht sowie Mangelernährung vermeiden.
  • Hundenäpfe sauber halten.
  • Schlafplatz sauber halten, Hundedecken regelmäßig waschen.
  • Fellpflege: Zecken entfernen, Parasiten frühzeitig bekämpfen.
  • Zahnkontrolle: Sind noch alle da? Abgebrochen? Zahnstein? Übermäßiger Mundgeruch? Wie sieht das Zahnfleisch aus?
  • Augen– und Ohrenkontrolle.
  • Pfotenkontrolle.
  • Termine für Impfungen einhalten.
  • Wurmkuren nicht vergessen (mindestens einmal pro Jahr, z.B. vor der Impfung).
  • Glückliche Hunde leben länger (und besser)!
  • Täglich für ausreichende Bewegung sorgen. Border Collies wollen ausgiebige Spaziergänge – und jede Menge Spielen!
  • Für geistige Auslastung sorgen. Der Border Collie wird oft als die intelligenteste Hunderasse bezeichnet. Er will lernen und er will arbeiten.

Unterschätze nicht die Bedeutung der letzten Punkte. Gerade Border Collies neigen dazu, krankhaftes Verhalten (Neurosen) auszubilden, wenn sie unterfordert sind.

Border Collie Gesundheit: Tipps/Checkliste für ein gesundes Border Collie-Hundeleben!
Border Collie Gesundheit: Tipps/Checkliste für ein gesundes Border Collie-Hundeleben!

Benötige ich eine Hausapotheke für den Border Collie?

Ja, jeder Hundebesitzer sollte eine Hausapotheke für den Vierbeiner bereithalten. Die Gründe sind denkbar einfach: Dein Border Collie könnte sich so verletzen, dass Du ihm Erste Hilfe leisten musst, bevor Ihr den Tierarzt aufsuchen könnt.

Erste Hilfe Set für den Hund
DocCheck Erste-Hilfe-Set
für den Hund

Falls Du auf dem Land wohnst, kann es auch vorkommen, dass gerade kein Tierarzt geöffnet hat und der tierärztliche Notdienst schwer erreichbar oder weit entfernt ist. Unfälle und Verletzungen ereignen sich scheinbar bevorzugt zu ungünstigen Zeiten.

Die wichtigsten Bestandteile Erste-Hilfe-Set
sind daher Verbandmaterialien.

Ein paar Tipps für die Ausstattung der Hausapotheke folgen hier:

Was gehört in die Hundebesitzer Hausapotheke?

  • Etwas zur Wunddesinfektion. Beliebt und gut verträglich ist beispielsweise Octenisept-Spray. Auch Blauspray oder Jod kann geeignet sein – im Zweifelsfall holst Du Dir bei einem Tierarzt Rat.
  • Verbandmaterial. Dazu gehören z. B. Wundauflagen, Pflaster und Binden. Verbandmaterial für Hunde muss besonders robust sein, Pflaster sind hoffentlich wasserbeständig.
  • Etwas zur Unterstützung der Wundheilung. Bepanthen-Salbe wird häufiger empfohlen. Rissige Pfotenballen sollten mit einer Fettcreme geschmeidig gehalten werden.
  • Fieberthermometer. Aus hygienischen Gründen sollten Deine Hunde ein eigenes Thermometer besitzen.
  • Zeckenzange, Pinzette oder anderes Werkzeug zur Entfernung von Parasiten und Fremdkörpern aus der Haut.
  • Handschuhe
  • Rettungsdecke
  • Pillencrusher, um Deinem Border Collie seine Tabletten z.B. unters Futter zu mogeln.
  • Ein Buch zur Ersten Hilfe am Hund (für Dich)
  • Taschenlampe
  • Maulkorb oder Schlinge
  • Aktivkohle
  • Blutstillerstift
  • Lupe
  • Kleine Sammelbehälter für Kot, Urin oder anderweitige Proben
  • Dauerhaft benötigte Medikamente
  • Einwegspritzen (gut zum Abmessen und Einflößen von Medikamenten)
  • Kühlakku / KühlpadSchere

Außerdem solltest Du die Telefonnummer Deines Tierarztes und des tierärztlichen Notdienstes immer parat haben.

Entweder auf einem Zettel notieren und gut sichtbar anbringen (neben dem Telefon, am Kühlschrank etc.), oder gleich im Telefon einspeichern.


Fieber beim Border Collie

Um beurteilen zu können, ob Dein Border Collie tatsächlich Fieber hat, muss zunächst einmal die Normaltemperatur des Hundes herausgefunden werden. Dies kannst Du ermitteln, indem Du dem Hund im vollkommen gesunden Zustand hin und wieder Fieber misst. Vorteilhaft ist, dies bereits im Welpenalter zu üben, damit sich Dein Vierbeiner im Ernstfall nicht wehrt und die Ermittlung unmöglich macht.

Die Normaltemperatur bei Hunden schwankt nämlich zwischen 37,5 und 39 °C und ist individuell für jeden Hund verschieden. Dies bedeutet, dass ein Vierbeiner mit einer niedrigen Normaltemperatur sich mit einer Körpertemperatur von 39 °C durchaus schon sehr unwohl fühlen kann, während es für einen anderern Border Collie absolut normal und gesund ist.

Welpen haben generell eine leicht höhere Normaltemperatur mit 39,5 °C. Dies sollte bei der Krankheitsbeurteilung bedacht werden. Auch hat ein gesunder erwachsener Border Collie nach großer Anstrenung manchmal eine Temperatur zwischen 39 – 40 Grad. Was normalerweise als leichtes Fieber eingestuft wird, ist nach körperlicher Beanspruchung unbedenklich. Allerdings sollte sich die Körpertemperatur im Ruhezustand schnell wieder normalisiert haben.

Allgemein gilt:

  • Normaltemperatur: 37,5 – 39 °C
  • Leicht erhöht: 39 – 40 °C
  • Fieber: ab 40 °C
  • Gefährlich: ab 41 °C, wenn die Temperatur länger anhält
  • Akut lebensbedrohlich wird es hingegen, wenn sich das Fieber der 42 °C Marke nähert. Bei diesen Temperaturen klumpen die körpereigenen Proteine und dieser Vorgang ist nicht umkehrbar. Kommt keine schnelle Hilfe, verstirbt der Hund.

Medikamente sollten zum Einsatz kommen, wenn das Fieber über mehrere Tage anhält oder über 41 °C steigt. Fieber ist immer ein Fall für den Tierarzt!

Fiebermessen beim Border Collie leicht gemacht!

Fieber muss immer rektal bei einem Hund gemessen werden. Ein Thermometer mit flexibler Spitze ist ideal, aber kein Muss.

  • Sollte Dein Hund bei der Prozedur nicht kooperativ sein, bitte eine weitere Person um Hilfe oder binde den Vierbeiner an.
  • Sehr wehrhaften Kandidaten kann ein Maulkorb oder eine Maulschlinge angelegt werden.
  • Der Hund kann stehen oder liegen, das ist egal.
  • Führe das leicht gefettete Thermometer ein und halte die Rute währenddessen gut an der Wurzel fest.
  • Warte auf den Signalton und lies die Temperatur ab.
  • Ab 40 °C solltest Du in der Tierarztpraxis anrufen.

Ursachen für Fieber gibt es viele. Ohne Thermometer zur Hand, erkennst Du Fieber unter anderem an:

  • warmen oder gar heißen Ohren
  • Dein Hund trinkt vermehrt
  • beim Streicheln fühlt sich der Körper sehr warm an (z.B. auch unter den Achseln)
  • der Hund wirkt müde und abgeschlagen
  • vielleicht sucht dein Vierbeiner kühlere Orte auf (Fliesen) oder hechelt vermehrt.

Vergiftung beim Hund

Eine Vergiftung ist immer ein Notfall!

Es kann jede Sekunde zählen, darum solltest Du wissen, wie sich eine Vergiftung bemerkbar macht und welche Erstmaßnahmen Du ergreifen solltest.

Leider entstehen einige Vergiftungen aber auch sehr schleichend (z.B. durch ungeeignete Lebensmittel). Und Rattengift setzt seine Wirkung tragischerweise erst zeitverzögert frei, weshalb nach der Aufnahme von Gift sogar ein paar Tage vergehen können, ehe Dein Border Collie Symptome zeigt.

Doch nicht nur Giftköder oder ungeeignetes Futter sind Verursacher von Vergiftungen. Auch im Haushalt befindliche Reiniger, Medikamente oder Dünger können das Leben des Border Collies bedrohen. Darum solltest Du alles außer Reichweite Deines Vierbeiners schaffen, was ihm potenziell gefährlich werden könnte.

Woran erkenne ich eine Vergiftung beim Hund?

  • Dein Border Collie hat womöglich sehr blasse Schleimhäute. Es droht Kreislaufversagen und Du musst schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen!
  • Atemprobleme treten auf. Vielleicht hörst Du auch ungewöhnliche Atemgeräusche.
  • Sehr starkes und schnelles Hecheln
  • Es kann zu Untertemperatur kommen und der Hund zittert womöglich stark.
  • Muskel- oder Bauchkrämpfe treten auf.
  • Blut im Urin oder auch im Erbrochenen sind immer ein Notfall. Auch hier sofort ab in die Praxis!
  • Der Border Collie würgt entweder ohne zu erbrechen oder muss sich übergeben.
  • Der Hund speichelt/sabbert ungewöhnlich viel
  • Womöglich wird Dein Hund bewusstlos.
  • Der Puls rast

Was sollte ich tun, wenn eine Vergiftung vorliegt oder vermutet wird?

Viele der hier aufgefügten Symptome können natürlich auch andere Ursachen haben. Bei einer Vergiftung treten jedoch oftmals mehrere der Beschwerden gleichzeitig auf. Zögere nicht umgehend einen Tierarzt aufzusuchen. Bei Vergiftungen kann der Zeitfaktor sehr entscheidend sein. Du solltest schnell handen. Selbst wenn sich heraus stellen sollte, dass Dein Hund ein anderes Problem hat, so ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Darum heißt es (vermuteter) Vergiftung:

  • Sofort zum Tierarzt!
  • Den Hund warm halten
  • Vorher schon in der Praxis anrufen und auf die mögliche Vergiftung hinweisen, so kann sich das Team vorbereiten und weiß um den Notfall, der gleich kommt.
  • Kein Erbrechen herbeiführen! Bei einigen Giften kann dies mehr schaden, als nutzen.
  • Einige Hunde übergeben sich nach Gift allerdings von selbst, darum lege nie eine Maulschlinge um.
  • Wurde Gift oral aufgenommen, können Kohletabletten als Erstmaßnahme verabreicht werden. Dazu solltest Du schon lange vor dem eigentlichen Notfall die Dosierung kennen.
  • Nimm eine Probe dessen mit, was der Hund gefressen hat.
  • Vermutest Du eine Vergiftun, weil Dein Border Collie sich in letzter Zeit seltsam benimmt oder Anzeichen zeigt, kannst Du eine Kot- oder Urinprobe mit in die Praxis nehmen. So kann das Labor evtl. Rückschlüsse auf das Gift ziehen.
  • Auch das Aufsammeln von etwas Erbrochenem eignet sich dazu. Trage dabei Handschuhe, damit Du nicht selbst mit dem Gift in Berührung kommst.

 

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Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Irene

    Mein Border hat seit ca. drei Wochen eine Gesichtslähmung. Es betrifft das rechte Auge die rechte Lefze und das rechte Ohr. Seit einer Woche kommen noch sowas wie Schwindelanfälle dazu. Frage hat das auch schon jemand bei seinem Hund gehabt und was kann man tun?

    1. Janina

      @Irene, wie wärs mit einem Tierarztbesuch? Und evtl einem MRT vom Kopf?

      1. myBorderCollie.de

        Hallo Janina,

        der Hund gehört ganz klar einem Tierarzt vorgestellt. Hoffentlich wurde dies mittlerweile in die Wege geleitet.

        Liebe Grüße,
        Vanessa

    2. myBorderCollie.de

      Hallo Irene!

      Bitte gehen Sie bei Auffälligkeiten bei Ihrem Hund immer sofort zum Tierarzt. Diagnosen aus der Ferne sind schwierig und je eher Ihr Vierbeiner Hilfe bekommt, umso schneller ist ein Problem meist wieder aus der Welt geschafft. Wenn Sie eine Diagnose vom Tierarzt haben, können Sie sich immer noch mit anderen Besitzern, deren Hunde ein ähnliches Problem haben, austauschen.

      Ich drücke die Daumen, dass es Ihrem Border Collie mittlerweile wieder gut geht.

      Alles Liebe,
      Vanessa

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